Samstag, 11. Februar 2012

FilmKritik: Frau Schmillas Geschpür für Snee

Lange ignoriert, nun gesehen - und tatsächlich: nix wirklich Neues.
Natürlich spielt die Hauptdarstellerin toll, aber darum geht‘s ja nicht. Zwei interessante Dinge habe ich für mich im Film entdeckt:
Vorab sei gesagt, dass ich den Schnee- und Eis-Film natürlich als Allegorie auf die fantastischen Möglichkeiten (Gedankenlesen) der Supraleitungs-Technik sehe. Vor diesem Hintergrund finde ich die Metapher vom Vakuum für Supraleitungs-Kristalle interessant. Wie ein Vakuum mit enormer Kraft jedes Gas- oder Luftmolekül ansaugt, einen Supraleiter so zu verstehen, ist interessant: als Sensoren, die auch noch winzigste elektrisch-magnetische Bewegungen aufsaugen , die ja selbst bei Nervenaktivität entstehen. Solche supraleitenden, eisigen Kristalle (und insbesondere ihre coolen Anwender und Nutzniesser) saugen sich damit quasi Bewegung, Leben, Wärme ein, und das klingt womöglich ähnlich dem, was da von der Tonbandkassette zu hören war: Töne, Geräusche, Melodien, Stimmen, wie ein Schneegestöber oder ein Regenschauer („Dancing in the shower, taking no prisoners“ [www.moving-target.de]).

Das zweite für mich Interessante war die filmische Konsequenz, das Kristall und dessen macht-technische Infrastruktur zu zerstören. Also die Technik des Gedankenlesens zu vernichten, sie zukünftig unmöglich zu machen und somit die Menschen aus ihrer Versklavung zu befreien. Keine Ahnung wie realistisch das ist, aber auch meine derzeitige Vermutung ist, dass es nur ein einziges solches Machtzentrum gibt - quasi das Herz oder Hirn des „Todessterns“. Kann aber auch ein Irrtum sein. Glaubt man Michael Moores letztem Film (Kapitalismus) gibt es mehr als einen Anbieter von Eis. Aber das kann auch eine gezielte Irreführung sein.

Nochmal zum Inhalt o.g. Films. Meine Deutung einiger Schlüsselszenen sieht so aus: Wie gesagt, das Kristall im Eis stellt m.E. einen Supraleiter dar. Die Tonband-Sequenz veranschaulicht wohl die akustischen Ergebnisse mit dem Supraleiter als Antenne. Aber jetzt kommts:
Der Befall des Jungen mit merkwürdigen Würmern könnte ein Hinweis auf die String-Theorie bzw -Praxis sein. Und die Biopsie deutet m.E. darauf hin, dass mittels Körpergeweben und der physikalischen Stringtheorie Menschen zu „Puppets on a String“ gemacht werden ("klein ist gross" = mit Laborzellen steuert man die Menschen, von denen die Körperzellen stammen.).

Womöglich führt der Roman „Die Haarteppichknüpfer“ von Andreas Eschbach, tiefer in diese real existierenden Macht-Technologien ein. Nun gelesen: Erwartungen enttäuscht, aber nicht ganz. Es gibt im Roman tatsächlich ein "klein ist gross", also ein: kennst du das kleine, kennst du das grosse; und: mit dem kleinen in der hand, steuerst du das grosse.